Schreibfluss: Grafomotorische Förderung im Kindergarten

Warum Psychomotorik für den Schreibfluss?

Damit Kinder später flüssig schreiben können, brauchen sie:
• ein gutes Körpergefühl
• Rhythmus
• sichere Bewegungen
Das Projekt stärkt diese Grundlagen spielerisch und ganzheitlich.

Körper erleben – Formen spüren

Im Bereich „Körper“ erfahren die Kinder Grundformen über Bewegung:

  • Strecken bis zur Decke: Vertikale spüren
  • Am Gummiband ziehen: Horizontale wahrnehmen
  • In einen Reifen legen: Kreisform erleben

Schreiben mit Klang und Rhythmus

Auf kleinen Schreibtafeln üben die Kinder Grundformen. Jede Grundform hat einen passenden Klang und ein regelmässiges Metrum als Begleitung.

Dieses Zusammenspiel aus Bewegung, Rhythmus und akustischen Signalen hilft den Kindern, Formen und später Buchstaben bewusster wahrzunehmen und flüssiger zu schreiben.

So wird Schreiben über Hören, Fühlen und Sehen verknüpft, für einen sicheren, entspannten Schreibfluss.

Üben im Heft

Im Bereich „Plan“ werden die Grundformen im persönlichen Blankoheft geübt. Schritt für Schritt entwickeln die Kinder so ein Gefühl für ihren eigenen Schreibfluss.

Das Lehrmittel „Schreibfluss“

Der Lehrgang der Heilpädagogin Lea Schneider zerlegt die Schrift in zehn Grundformen, die mit passenden Klängen begleitet werden. Das hilft den Kindern, Formen bewusster wahrzunehmen und einen natürlichen Schreibfluss zu entwickeln.

Umsetzung im Kindergarten

Seit Sommer 2025 wird das Lehrmittel in einer Kindergartenklasse gemeinsam mit der Lehrperson und einer Psychomotorik-Therapeutin eingesetzt. Das Projekt dauert 12 Wochen.

 

Sabine Braig, Dipl. Psychomotorik Therapeutin EDK